Hintergrund

Donnerstag, 8. September 2011

Ankunft Halbinsel Reykjanes

Montag 20.06.2011
Beim Landeanflug steht die Sonne  tief und der Himmel erscheint in den prächtigsten Farben. Viele Länder sehen von oben sehr ähnlich aus, Felder und Wiesen im Flickenmuster. Aber nicht Island! Karge Berge und Vulkane tauchen im abendlichen Dunst auf. Wir können es kaum abwarten endlich dort zu sein. Als erstes holen wir den Mietwagen ab. Statt dem bestellten Forester bekommen wir einen Huyundai Tucson. Also etwas größer und ebenfalls Allrad.

Damit wir überhaupt noch etwas Schlaf bekommen, fahren wir zum Zeltplatz nach Garður. Zeltplatz heißt es dort lediglich weil man dort Zelte aufstellen darf. Es ist eine kostenlose einfache Wiese mit einem Klohäuschen und zwei Waschplätzen. Ein Zelt und ein Karavan sind bereits da. Da es nicht dunkel wird und der Wind uns die Eingewöhnung nicht so schwer machen möchte, ist es kein Problem, das Zelt aufzubauen. Viele Vögel, hauptsächlich Möwen, schwirren über unseren Köpfen.


Da wir erst um 14 Uhr das Hotel in Reykjavík beziehen können, haben wir noch etwas Zeit. Wir beschließen, uns die Halbinsel Reykjanes genauer anzusehen. Das Wetter ist bestens. Es gibt ein paar Vogelfelsen und Fumarolen. Alles ist so ganz anders als wir es von Europa oder irgendwo in der Welt kennen. Schwarzes Lavagestein und überall dampft es. Inmitten des schwarzen Lavasandes wachsen ein paar einsame Blümchen. Am Wegesrand wachsen überwiegend Lupinen. Diese wurden vor einigen Jahren mit Flugzeugen ausgesäht zur Befestigung, nun vermehren sie sich von selbst.

Größere Fumarolen gibt es in Seltún. Dort halten wir uns etwas länger auf, auch wenn es furchtbar nach Schwefel stinkt. Ich habe ein Lavendelsäckchen eingesteckt, daran schnupper ich immer wenn es zu schlimm wird.

Danach fahren wir in Richtung Reykjavík. Auf dem Weg werden wir von einem anderen Deutschen Pärchen angehalten, die sich einen Kleinwagen geliehen hatten und an den Strand fahren wollten. Dort hatten sie sich leider festgefahren und hofften, dass ein Allradfahrzeug sie herausziehen kann. Ohne Seil geht das aber leider nicht, aber zum Glück mit Anschieben. Wir freuen uns, dass wir ein größeres Auto gemietet haben. Die Schotterstraßen sind dann auch nicht so holperig.
Das Hotel Flóki in der Hauptstadt finden wir schnell. Das heiße Wasser dort riecht leider auch nach Schwefel.

Wir schauen uns Reykjavík an, aber mit den Haupteinkaufsstraßen sind wir schnell durch und gehen in ein gemütliches Café. Sogar mit einer Ledercouch, auf der sich gleich eine Amerikanerin mit ihrer Freundin niederließ. Wenn ich eine bequeme Sitzhaltung auf einer Couch einnehmen möchte, ziehe ich die Schuhe vorher aus, nicht so die Amerikanerin. Andere Länder andere Sitten...

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